Warum ich keine Nachhilfe für Grundschulkinder gebe

Natürlich werde ich auch immer wieder gefragt, ob ich auch Nachhilfe für Grundschulkinder gebe: „Mein Kind muss es doch auf’s Gymnasium schaffen!“

Bis auf wenige Sonderfälle (z.B. Lücken nach Krankheit) lehne ich das immer ab.
Meine Begründung dafür findet sich ausführlich in einem Interview in der Süddeutschen Zeitung mit dem Schulpsychologen Robert Roedern.

Mathe kann furchtbar sein

Ja, Mathe kann furchtbar sein !
Und ich meine jetzt nicht die Mathestunden, bei denen es um gemischt-quadratische Gleichungen, Lösungsformeln, Diskriminanten und so Zeug geht. Nein, da muss man halt durch…
Ich meine das Video, in dem es um eben diese Dinge geht.

Aber so furchtbar das Video sein mag, so überragend wirkt es doch, wenn es darum geht, die Mitternachtsformel (auch abc-Formel genannt) auswendig zu lernen. Einmal gehört, frisst sich die Formel quasi direkt im Mathezentrum des Schülergehirns fest und lässt nie mehr locker.
Ich verwende das Video als „Höchststrafe“ – das heißt, wer von meinen Kandidaten die Formel lernen sollte, sie aber wieder vergessen hat, bekommt als Strafe den Link zum Video. Und ich kann nicht ganz ohne Stolz sagen: Noch keiner hat die Formel zwei mal nicht gekonnt…

Erfolgsprämie

Als Nachhilfelehrer berechne ich einen festen Stundensatz und z.T. noch einen Zuschlag für die Anfahrt. Schon seit einiger Zeit überlege ich mir, ob ich nicht besser weg käme, wenn ich einen niedrigeren Stundensatz und zusätzlich eine Erfolgsprämie verlangen würde. Meine, bzw. die Erfolge meiner Schüler sprechen nämlich zumeist für sich.

Ich überlege mir noch, wie ich das praktisch umsetzen könnte und freue mich in der Zwischenzeit darüber, dass eine Schülerin mein Vorhaben schon praktisch umgesetzt hat: aus Freude über ihre 1,4 in der schriftlichen Prüfung und dem “Sehr gut” im Abschlusszeugnis hat sie mir nämlich unerwartet meine Erfolgsprämie vorbei gebracht:

Kuchen